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Beschreibung von Valentin Serovs Gemälde "Eine Frau in einem Karren"

Beschreibung von Valentin Serovs Gemälde



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1896; Leinwand, Öl; 48 x 70; Russisches Museum.

Die Frau im Wagen ist weit entfernt von dem berühmtesten Gemälde des großen russischen Malers, unverdient vergessen und ignoriert. Vielleicht machen die gewählte Handlung und eine gewisse Einheitlichkeit der Palette sie im Vergleich zu anderen Meisterwerken von Serov nicht so einprägsam, aber sie ist keineswegs so einfach und eindeutig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Im Vordergrund stehen die Hauptfiguren des Bildes - ein sehniges altes Pferd, das schwer unter dem Joch wandert, und eine Frau in einem Kopftuch, die auf einem Karren fährt. Um sie herum befindet sich eine vertraute Landschaft typisch zentralrussischer Natur: Der Laubwald im Hintergrund wird kaum von den purpurroten Farben des Herbstes berührt, ein kleiner Bach schneidet die Ebene in zwei Teile und ein Bündel komprimierten Strohs ist sichtbar. Die Farben werden am zurückhaltendsten, langweiligsten und ausdruckslosesten ausgewählt, als ob, um die Routine, die Typizität dieser Handlung, ihre langweilige Routine stärker hervorzuheben.

Und das Pferd, das pflichtbewusst zu seinem Stall wandert, und die Frau, die sie zum Haus jagt, scheinen kaum zu bemerken, was um sie herum passiert. Man könnte sagen, dass die Helden des Bildes in ihren Gedanken versunken sind, aber Müdigkeit gibt ihnen keine Zeit zum Nachdenken. Die Langeweile der täglichen Arbeit, die sich hin und wieder wiederholt, treibt die Helden der Leinwand in dieselbe schläfrige, melancholische Taubheit, die den aufmerksamen Betrachter umgibt.

Die Hoffnungslosigkeit, Einfachheit des Lebens und die Unvermeidlichkeit des kommenden Endes spiegelten sich in dieser einfachen und gleichzeitig provokativen Handlung wider. Das Bild ist eines der beliebtesten und beliebtesten von Serov selbst, der seinen Wert immer heftig verteidigte. Dem Autor zufolge wollte er durch seine Schöpfung die allgemeine universelle Nachdenklichkeit vermitteln, die sowohl für einen mit Vernunft ausgestatteten Menschen als auch für die Natur als Ganzes in all ihren Erscheinungsformen charakteristisch ist: in Lebewesen, Pflanzen, sogar im Himmel und auf der Erde, die uns umgibt.





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